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Die Jagd

Erlegen der Beute aus der Perspektive des Löwen

Die Jagd

Meg erstaunt mich immer wieder aufs Neue.

Man stellt mir ständig die Frage: ‚Können an Gefangenschaft gewöhnte Löwen selbstständig jagen?‘ Ich habe die Antwort darauf schon immer gewusst. Aber an diesem besonderen Wintertag hätte ich mir in meinen wildesten Träumen nicht vorstellen können, was sich ereignen und – wahrscheinlich zum aller ersten Mal – aus der Perspektive eines Löwen mit der Kamera festgehalten werden würde.

Meine enge Beziehung zur Löwin Meg besteht seit elf Jahren. Wir haben sehr viele Dinge gemeinsam gemacht, wie zum Beispiel in Flüssen geschwommen – etwas, was Löwen normalerweise nicht freiwillig tun. Zwischen uns besteht eine unglaubliche Verbindung, weshalb wir Dinge tun können, die die meisten Menschen für unmöglich halten würden. Meg geht gerne gemeinsam mit ihrer Schwester Amy auf lange Wanderungen durch die weitläufige Wildnis, in der sich mein Löwenschutzgebiet befindet.

Ich wollte schon immer gerne wissen, wie die Beutejagd aus der Perspektive eines Löwen aussieht. Also schnallte ich bei jedem unserer Spaziergänge Meg eine GoPro-Kamera mit einem dafür umkonstruierten Brustgurt auf den Rücken, um nur ja keine sich eventuell bietende Gelegenheit zu verpassen.

Allein einen Löwen dazu zu bringen, einen Gurt mit einer Kamera zu tragen, ist eine Leistung für sich. Die meisten Löwen versuchen, die Kamera herunterzuziehen, und kauen dann darauf herum – aber nicht Meg! Sie ist die perfekte Kameraplattform.

An diesem ganz besonderen Tag war Megs Verhalten anders als sonst. Schon zu Beginn unseres Spaziergangs sog sie beständig die Luft ein, um die Witterung der am Horizont sichtbaren Antilopen aufzunehmen. Ohne mir darüber zuerst Gedanken zu machen, folgte ich Meg, als sie sich verstohlen durch das lange, weizenfarbige Gras fortbewegte, in dem sie mit ihrem gelb-braunen Fell bestens getarnt war. Ich konnte nicht mit ihr Schritt halten, als sie ihr Tempo erhöhte.

Nach einer Weile und aus gewisser Entfernung sah ich, wie Meg aus der Deckung brach und die Jagd begann. Dann Chaos gefolgt von Stille, die nur durch gelegentliches Ächzen eines Tieres in Not unterbrochen wurde. Dann endgültige Stille. Ich lief mit rasendem Herzschlag hin und fand Meg schließlich im langen Gras, ihre Kiefer fest um die Luftröhre eines fast ausgewachsenen Wasserbocks geschlossen, den sie schließlich erstickte, wie sie dies in den vergangenen elf Jahren wahrscheinlich schon immer genauso gemacht hatte.

Sie hatte eine Beute erlegt, und ich konnte nicht abwarten, die Aufnahmen aus ihrer Perspektive anzusehen. Ich überprüfte die Kamera, und sie lief immer noch. Was für ein Moment und ein Privileg, an so einer Erfahrung teilnehmen zu dürfen!

Sie können das Video der Jagd hier sehen.

 

 

Hinweis: Wir raten von der Interaktion mit wilden Tieren ab. Kevin Richardson ist für den Umgang mit diesen Tieren ausgebildet.




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