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Auge in Auge mit einem Büffel

Respekt für die wilden Bisons in Nordamerika

Auge in Auge mit einem Büffel

Vor kurzem hatte ich die außerordentliche Gelegenheit, drei Wochen im Antelope Island State Park, Utah, dem Zuhause einer der größten frei lebenden Büffel-Populationen Nordamerikas, zu verbringen.

Die Büffel-Population vor 1492 wird auf 40 bis 60 Millionen geschätzt. Ende 1890 war ihre Zahl – zum größten Teil aufgrund kommerzieller Jagd und durch Abschlachten – auf gerade noch 750 gesunken. Laut der roten Liste der IUCN ((International Union for the Conservation of Nature) gibt es heute nur ca. 15.000 echte wilde Bisons.

Die Indianer hielten dieses legendäre Tier heilig. Für sie war der Bison ein Symbol für Leben und Fülle. In vielen Mythen stellten sich die Bisons freiwillig als Nahrungsquelle für Menschen zur Verfügung. In anderen brachten ihre Geister heiliges Wissen über Medizin oder Friedenspfeifen für die Menschheit. In vielen belehrenden Erzählungen blieben Büffeljagden erfolglos, da die Jäger dem Tier nicht ausreichend Respekt zollten.

Es war mein Ziel, während des Besuchs von Antelope Island den „Geist der Büffel“ einzufangen. Und es war keine einfache Aufgabe.

Büffel haben unglaublich gute Augen. Es ist deshalb schwierig, sich ihnen zu nähern, ohne gesehen zu werden. Sie entfernen sich, wenn sie sehen, dass sich jemand nähert. Aber wenn sie auf einen stoßen, während man wartet, besteht die Chance, dass sie ganz dicht an einem vorbeigehen.

Meine Strategie war im Grunde jeden Tag dieselbe: Eine Gruppe Bullen zu finden und ihre Richtung auszumachen, ein paar Büsche in weiter Ferne auf ihrem Pfad zu finden, sich dort in Position zu begeben und zu warten.

Obwohl mich dieser Bison relativ früh erspähte, ging er weiterhin langsam auf mich zu. Einem Zickzackmuster folgend, bewegte er sich vorwärts, suchte nach Futter und starrte mich dann gute 10 Minuten lang an. Dann bewegte er sich weiter, suchte nach mehr Futter und starrte. So ging das eine Stunde lang, bis er etwa 6 Meter von meinem Versteck entfernt war. Ich saß da wie hypnotisiert von seiner Gegenwart und der Tiefe seines Blickes und versuchte zu verstehen, wo die Bedrohung war, die so viele in dieser Kreatur sehen. Nachdem ich meine Fotos gemacht hatte, dankte ich ihm für seine Zeit und Mitarbeit und trat langsam den Rückzug an, voller Ehrfurcht und Respekt.




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Daniel Fox

Als Entdecker und Geschichtenerzähler setzt Daniel Fox seine Geschichten dazu ein, die Menschen der Wildnis wieder näherzubringen.
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