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Vorbereitung auf das Unerwartete

Ein zärtlicher Moment zwischen Mutter und Kind

Vorbereitung auf das Unerwartete

Während eines Auftrags in der Serengeti in Tansania fotografierte ich eine Gruppe von Flusspferden, die sich an einem Teich versammelt hatten. Dieser Teich war das Ergebnis der letzten nicht sehr ausgiebigen Regenzeit. Auf einem Platz, der nicht größer als ein halbes Fußballfeld war, tummelten sich Dutzende Flusspferde jeden Alters und jeder Größe. Nur wenig Frischwasser floss in diesen natürlichen Teich, aber den Flusspferden schienen die scheinbar unhygienischen Zustände nichts auszumachen.

Flusspferde können sehr territorial, aggressiv und unberechenbar sein, also stand Sicherheit ganz oben auf meiner Agenda. Ich fand eine Stelle am Ufer, die von einem Granitfelsen geschützt war, und mein Führer übernahm die weiteren Rollen des Ausgucks und Wachposten.

Mir stand ein weiter Bereich zum Fotografieren zur Verfügung mit Aufnahmen der gesamten Landschaft, der Ufer auf der anderen Seite und auch der Tiere dichter vor der Kamera. Ich bereitete drei Nikon-Kameras vor; eine mit einem 200–400 mm f4-Objektiv, eine mit einem 24–70 mm f2.8-Objektiv und eine mit einem 70–200 mm f2.8-Objektiv. Der Sonnenuntergang fiel in die Aufnahmezeit, also musste ich mir bei den sich ändernden Lichtverhältnissen über meine Verschlusszeit, Blende und ISO-Werte bewusst sein. Ich lasse meine Kameras immer für Serienaufnahmen bereit eingeschaltet, und ich ziehe Fotografieren mit der Blendenautomatik vor, um immer gestochen scharfe Aufnahmen zu erhalten. Ich hielt mein Zoomobjektiv auf einem gefalteten Kugelkopfstativ und setzte mich auf die Felsen, um auf Augenhöhe der Tiere zu kommen.

Während ich zwei Flusspferde fotografierte, die direkt vor mir ihre Mäuler aufrissen, nahm ich im peripheren Sehfeld eine Bewegung am linken Ufer wahr.    Ich war überrascht zu sehen, wie eine Flusspferdkuh mit ihrem neugeborenen Kalb aus dem Wasser kam. So etwas sieht man sehr selten in der Natur, da Flusspferdmütter ihre Jungen immer sehr aufmerksam beschützen und sie selten aus dem Wasser lassen.

Um diesen Moment einzufangen, ließ ich die Kamera fallen, die ich gerade noch benutzt hatte, und schnappte meine andere Kamera mit der Zoomfunktion, fokussierte und drückte auf den Auslöser. Ich konnte nur drei Serienaufnahmen machen, bevor das Paar wieder im trüben Wasser verschwand. Dieser Moment dauerte weniger als 20 Sekunden. An diesem Nachmittag habe ich noch viele Aufnahmen gemacht, aber die ganze Zeit habe ich nur gehofft, diese einmalige Aufnahmegelegenheit nicht vermasselt zu haben.

Als ich endlich am Abend die Bilder herunterladen und sichern konnte, war ich hin und weg. Ich hatte am Nachmittag einen sehr zärtlichen Augenblick zwischen Mutter und Kind eingefangen. Bei genauerem Hinsehen fiel mir auf, dass die Augen des Kalbs fast genauso groß wie die der Mutter waren, obwohl es Jahre dauert, bis das Kleine die Größe eines erwachsenen Flusspferdes erreicht.

Dies sind die Augenblicke, für die ein Fotograf lebt – eine einzelne Aufnahme, die Emotionen vermittelt, ein bestimmtes Gefühl, oder die eine ganze Flut von Erinnerungen hervorruft. Also, seien Sie immer auf alles vorbereitet – schließlich wollen Sie nicht zu viele dieser Gelegenheiten verpassen!

Tipp vom Profifotografen

Für Pfadfinder und Fotografen gilt dasselbe Motto: Allzeit bereit!

In den 44 Jahren, in denen ich eine Kamera in den Händen gehalten habe, kann ich mich an Hunderte von Aufnahmen erinnern, von denen ich wünschte, dass ich sie gemacht hätte – wäre ich nur ein bisschen besser vorbereitet gewesen. Es ist oft schwer, mit derartigen Lektionen fertigzuwerden, aber letztendlichen machen sie Sie zu einem besseren Fotografen.

In der Lage zu sein, Bewegung und Aktionen vorherzusagen, und die richtige Ausrüstung dabei zu haben, sind die ersten Schritte, mit der Sie die Wahrscheinlichkeit verbessern, diese eine einmalige, einzigartige Aufnahme zu machen. Für Naturfotografen bedeutet dies, dass sie mit dem Verhalten der Tiere und der Umgebung, auf die sie während eines Fotoshoots treffen, vertraut sein müssen. Vorherige Recherchen zu Fress- und Paarungsverhalten, Spielen und Herdenbewegung können den entscheidenden Unterschied zwischen einer super Aufnahme und einer verpassten Gelegenheit ausmachen. In puncto Ausrüstung empfiehlt es sich, die passenden Objektive auf mehreren Kameras zu haben, alle Akkus aufzuladen und natürlich ausreichend Speicherkarten mitzunehmen. Es ist ein Naturgesetz, dass sich die besten Fotogelegenheiten bieten, wenn der Akku leer und die Speicherkarten voll sind!




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Cesar Aristeiguieta

Cesar Aristeiguieta ist ein preisgekrönter Expeditions- und Werbefotograf, der gekonnt die Wunderbarkeit und Würde von Menschen und Natur festhält.
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