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Berge, Sterne und Menschen

Gedankenwanderung endet mit einer Reise nach Nepal

Berge, Sterne und Menschen

Ich sah die ganze Zeit aus dem Fenster zu meiner Linken auf die wunderschönen Landschaften unten. Die grünen Hügel mit den Treppenstufen ähnelnden Terrassen streckten sich so weit aus, wie ich blicken konnte. Der Anblick hielt mich gefesselt, bis der Propeller des Flugzeugs direkt neben mir meine Aufmerksamkeit erweckte.  Er wackelte mit einer solch ungleichmäßigen Drehung hin und her, dass ich versuchte, meine Augen (und meine Aufmerksamkeit) auf die Vorderseite des Flugzeugs zu richten.  Ich lehnte mich zur Mitte des Flugzeugs, um einen Blick ins Cockpit werfen zu können. Der Anblick von Lukla, einer kurzen, schrägen und in steilen Fels gekerbten Asphaltsschiene, die als Flugplatz fungiert, lenkte mich schnell von der schönen Landschaft ab.

 

 

Der Dhudh Kosi River verläuft mit starker Strömung durch die unteren Teile des Khumbu-Tals. Die hier abgebildete Stelle liegt südlich von Namche Bazaar. Die Brücke im Hintergrund wurde letztes Jahr gebaut, nachdem eine Überschwemmung den Hauptteil des Weges weggespült hatte.

Es war eine Reise, deren Vorbereitung drei Jahre gedauert hatte. Spät eines Abends, als wir eigentlich an den Aufgaben für unseren Unikurs arbeiten sollten, sahen wir uns stattdessen Bilder vom nächtlichen Himalaja-Himmel an und ließen unsere Gedanken wandern. An diesem Abend beschlossen wir, etwas Abstand zu unserem Studentenleben zu gewinnen und dem Basislager des Mount Everest einen Besuch abzustatten, um unsere eigenen Versionen dieser Aufnahmen zu machen. Jetzt war unser Plan Realität geworden, und die nächste Haltestelle nach Katmandu war der Flugplatz von Lukla, der Ausgangspunkt für die Wanderung zum Basislager.

 

 

Die Spitzen des Himalajas werden immer ausgeprägter, je höher man im Tal steigt.  Dieses außerhalb von Gorak Shep gemachte Foto zeigt auf der linken Seite Mount Pumori mit einer Höhe von 7161 Metern.

 

 

Wir verließen Lukla und machten uns auf den Weg hinauf ins Khumbu-Tal. Auf unserer Wanderung das Tal hoch konnten wir fühlen, wie sich die Landschaft veränderte. Der grüne, von Wasserfällen unterbrochene Baumbestand machte langen, flachen Abschnitten mit schneebedeckten Gipfeln in der Ferne Platz. Nach fünf Tagen erreichten wir endlich das Basislager, und am nächsten Tag konnten wir die Nachtaufnahmen machen, die diese Reise inspiriert hatten. Der von Sternen erhellte Himmel, unterbrochen von den Schatten der in der Entfernung aufragenden Gipfeln, war unvergesslich. Mit diesem Bild in unserem Gedächtnis begannen wir den Treck zurück nach unten.

 

 

Die Stirnlampen von Wanderern erleuchten den Weg nach Kalapathar (dessen Gipfel ist nicht sichtbar). Kalapathar steht mit einer Höhe von 5643 Metern im Schatten des Gipfels von Pumori in der Mitte der Aufnahme.

 

 

Auf unserem Rückweg wurde mein Blick immer wieder von den Menschen angezogen, die in dieser kargen Gegend lebten und arbeiteten. Ich habe mich fast immer auf Landschaftsfotografie konzentriert, deshalb war dies eine neue Entwicklung für mich.

 

 

Im historischen Stadtzentrum von Bhaktapur formt ein Mann auf einem Töpferrad einen Topf. Hinter ihm, unter dem Plastik, lagert er seinen ganzen Tonvorrat.

 

 

Erst nachdem ich Katmandu erreicht hatte, begriff ich so allmählich, was ich auf meinen Fotos von den Menschen, deren Leben ich betreten hatte, eigentlich festhalten wollte.  Es war ihre Interaktion mit ihrer Geschichte und ihrer Architektur, die mich wirklich faszinierte.  An einem unserer letzten Tage in Nepal nahm dieser Gedanke bei unserem Besuch von Pashupatinath, dem heiligsten Hindutempel des Landes, endlich Gestalt an.  Die Menschen feierten gerade Dashain, eines der wichtigsten Feste des Jahres, als ich einen Mann sah, der sich in einem kleineren Schrein außerhalb des eigentlichen Tempelkomplexes ausruhte.

 

 

Obwohl dieses Bild mich noch immer begleitet, ist ein weiterer tiefer Eindruck des Dashain-Festes der von all den Kindern, die quadratische Papierdrachen überall in der Stadt fliegen ließen. Woran ich mich bis heute noch so lebhaft erinnere, ist die reine Freude in ihren Gesichtern, als sie ihre Drachen durch die Luft zogen, sie jagten, wenn sie herabstürzten, und ab und zu auf ihrem Weg ein paar Grimassen in die Kamera schnitten.

 

 

Ein Kind unterbricht sein Spiel mit den Drachen in Bhaktapur, um kurz für die Kamera zu posieren. 

 

 

 

Geschichte von:  David Freese




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