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Magisches Schottland

Eiskaltes Licht enthüllt die Schönheit der schottischen Landschaft

Magisches Schottland

Im letzten Januar hatte ich die Gelegenheit, Schottland einen ersten Besuch abzustatten. Und auch wenn der Gedanke an einen winterlichen Besuch nicht besonders einladend klingt, ließen die kalten, grauen Tage die Schönheit der schottischen Landschaft in ganz neuem (wenn auch eiskaltem) Licht erscheinen. Trotz des feuchten Wetters war es leicht zu erkennen, warum sich so viele Besucher in dieses Land verlieben.

Mit einer Reisegruppe machte ich mich von Edinburgh aus mit dem Bus in Richtung Nordwesten auf in die schottische Landschaft. Nach dem geschäftigen Stadtzentrum Edinburghs fand ich mich zwischen plätschernden Bächen und unheimlichen Wäldern wieder.

In einem pastellrosa getünchten Bed & Breakfast auf einer kleinen Lichtung, das für seine Küche wie auch für seine Gastfreundschaft berühmt ist, genoss ich mein Mittagessen vor einer Kulisse bestehend aus dem kleinen See und dem darumliegenden Wald. Einen kleinen Terrier zu meiner Seite und ein gemütliches Feuer im Kamin – so habe ich mir Schottland immer vorgestellt.

Unsere Mahlzeit nahm Stunden in Anspruch, da es viele vorzügliche schottische Käsesorten und Fleischgerichte der Region zu kosten galt. Als der Nieselregen mal eine Verschnaufpause einlegte, wagten wir uns in den Wald hinein und stießen auf einen Fluss. Der Klang des strömenden Wassers und das dunkle, feuchte Moos unter unseren Füßen waren wie Balsam für die Seele. Nur wenige Stunden von Edinburgh entfernt war mein Abstecher in die freie Natur wie ein Schock für meine Sinne. Die Zeit verging in Monachyle Mhor langsamer und würde sich im Verlauf der nächsten Tage noch mehr verlangsamen.

Während der Fahrt durch die Landschaft hielten wir oft an malerischen Aussichtspunkten an. Beim Anblick der Lochs in der Mitte eines Tals war es unmöglich, von den Bildern und Klängen Schottlands nicht beeindruckt zu sein. Alles war still hier, und mit nur begrenztem Telefonempfang verbrachte ich meine Zeit damit, aus dem Busfenster zu schauen, oder mit frühmorgendlichen Spaziergängen. Ich konnte meine Augen einfach nicht von der Landschaft losreißen. Aus der Ferne schien die Welt riesig und glorreich. Und aus der Nähe, mit feuchtem Moos unter meinen Stiefeln und überlaufende Seen, deren Wellen meine Wanderwege überspülten, hätte die Welt vielleicht trist und öde wirken können, aber man konnte doch etwas Magisches spüren.

Ich bin normalerweise kein Freund von Reisezielen mit kaltem Wetter, aber das graue, nasse und triste Wetter (in Schottland nennt man es dreich) brachten mich zum Stillstand. Und das nicht nur, weil Loch Fyne während meines kurzen Besuchs Hochwasser hatte. Die vielen verschiedenen Grau- und Blautöne betonten die anderen Farben der schottischen Landschaft umso stärker: die Tartan-Kilts, die grünen Grashügel, die in Pastellfarben getünchten Häuser, der schwarze Schiefer und – natürlich – der bernsteinfarbene Whisky. Schottland mag vielleicht nicht das farbenfroheste Reiseziel scheinen, aber ich war noch nie an einem Ort, der sich so frisch angefühlt hat.

*Slainte! *




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Adam Groffman

Adam Groffman lebt als freiberuflicher Autor und Reiseblogger in Berlin
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